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Gartengestaltung: Inspirierende Ideen für einen Außenbereich ganz nach Ihrem Geschmack

Eine gelungene Gartengestaltung basiert auf einer technischen Grundlage, die in den meisten Inspirationsartikeln ausgeblendet wird: dem Boden, der Flächennutzungsplanung und …

Terrasse de jardin aménagée avec dalles en pierre naturelle, chaises en bois et plantes en pot, entourée d'une haie verte

Eine gelungene Gartengestaltung beruht auf einer technischen Grundlage, die in den meisten Inspirationsartikeln ausgeblendet wird: dem Boden, der baurechtlichen Zonierung und dem Wassermanagement auf dem Grundstück. Noch bevor Sie Möbel oder Pflanzen auswählen, bestimmen diese Rahmenbedingungen, was auf Ihrem Grundstück tatsächlich umsetzbar ist.

Regenwassermanagement und versiegelte Flächen im Garten

Jede Terrasse, jeder gepflasterte Weg und jeder Poolbereich vergrößert die versiegelte Fläche des Grundstücks. Der PLU oder PLUi der Gemeinde kann vorschreiben, dass Regenwasser vor Ort versickert, oder die Einleitungsmenge in die Regenwasserkanalisation begrenzen. Wer diese Vorschriften nicht prüft, bevor eine Bodenplatte gegossen wird, riskiert bei einer Kontrolle oder einem späteren Verkauf die Verweigerung der Abnahme.

Am sinnvollsten ist es, einen Regengarten in die Gesamtplanung zu integrieren. In Rilly-la-Montagne wurde ein asphaltierter Hof in eine begrünte Fläche umgewandelt. Dadurch konnte das Regenwasser besser versickern und zugleich die gefühlte Temperatur im Sommer gesenkt werden. Eine solche Anlage erfüllt sowohl eine klimatische Funktion (Kühlung, Schutz vor Oberflächenabfluss) als auch einen echten gestalterischen Zweck.

Ein Regengarten wird am tiefsten Punkt des Grundstücks angelegt, an dem das Wasser auf natürliche Weise zusammenläuft. Dort pflanzt man Stauden, die mit dem Wechsel zwischen trockenen und feuchten Bedingungen zurechtkommen (Sumpf-Schwertlilien, Seggen, Blutweideriche). Das Ergebnis sieht aus wie ein gewöhnliches Staudenbeet, erfüllt aber eine wasserwirtschaftliche Aufgabe, die weder ein Rasen noch eine Holzterrasse übernehmen kann.

Wir empfehlen, den Regenwasserplan Ihrer Gemeinde zu prüfen, bevor Sie überhaupt mit der Planung beginnen. Ein auf Gartengestaltung durch Jardindivert spezialisiertes Unternehmen berücksichtigt diese Vorgaben bereits in der Entwurfsphase. So lassen sich kostspielige Nachbesserungen nach Abschluss der Arbeiten vermeiden.

Frau pflanzt Kräuter in ein erhöhtes Hochbeet aus Holz in einem Stadtgarten

Terrassenmaterialien: Holz, Naturstein oder Verbundwerkstoff

Das Terrassenmaterial beeinflusst den Pflegeaufwand, die Lebensdauer und den Wärmekomfort Ihres Außenbereichs. Jede Option bringt konkrete technische Vor- und Nachteile mit sich.

  • Holz der Gebrauchsklasse 4 (kesseldruckimprägnierte Kiefer, Ipe, Cumaru): beständig gegen dauerhafte Feuchtigkeit und für Terrassen auf Stelzlagern geeignet. Ipe vergraut auf natürliche Weise, wenn es unbehandelt bleibt – das gefällt manchen, anderen nicht. Eine jährliche Behandlung mit Holzöl erhält den ursprünglichen Farbton.
  • Naturstein (Travertin, Sandstein, Quarzit): hohe Wärmespeicherfähigkeit, das heißt, der Stein gibt abends Wärme ab. In der Übergangszeit ein Vorteil, im Hochsommer auf dunklen Oberflächen barfuß jedoch unangenehm. Verlegung auf einem stabilisierten Sandbett oder auf Stelzlagern.
  • Verbundwerkstoff (Holz-Polymer): vergraut nicht und muss weder geölt noch geschliffen werden. Dielen aus dem Einstiegssegment erhitzen sich an der Oberfläche stärker als Massivholz. Prüfen Sie die Zusammensetzung (Anteil an echtem Holz, Verwendung von recyceltem PVC), um die Lebensdauer einschätzen zu können.

Die Wahl sollte nicht allein von der Optik abhängen. Für ein nach Süden ausgerichtetes Grundstück mit Hanglage eignet sich nicht dasselbe Material wie für einen schattigen Innenhof in einer feuchten Gegend. Auch die Beschaffenheit des tragfähigen Bodens (lehmig, sandig, aufgeschüttet) bestimmt, welche Art von Fundament erforderlich ist.

Außenbeleuchtung und Vorschriften zu Lichtimmissionen

Bei der Gartenbeleuchtung geht es um mehr, als Solarleuchten entlang eines Weges aufzustellen. Die Verordnung vom 27. Dezember 2018 regelt Lichtimmissionen, und manche Gemeinden schreiben nächtliche Abschaltzeiten vor, die auch private Beleuchtungsanlagen betreffen, die vom öffentlichen Raum aus sichtbar sind.

Für den Garten gilt dieselbe Grundregel wie für den öffentlichen Raum: Lichtquellen nach unten ausrichten, die Beleuchtungsstärke auf Durchgangsbereiche beschränken und das Licht nach der Nutzung ausschalten.

Romantische Gartenecke mit schmiedeeiserner Bank, Lavendelbüschen und einer mit Kletterrosen bewachsenen Holzpergola

Ein durchdachtes Beleuchtungskonzept für den Garten unterscheidet drei Ebenen:

  • Niedrige Wegeleuchten (30 bis 50 cm hoch) zur Beleuchtung von Wegen, mit Bewegungsmelder, um die Leuchtdauer zu begrenzen.
  • Stimmungsbeleuchtung von unten für ein oder zwei prägende Pflanzen (Olivenbaum, Japanischer Ahorn), die nach einer festgelegten Zeit per Zeitschaltuhr ausgeschaltet wird.
  • Funktionale Beleuchtung für die Terrasse oder die Außenküche, die manuell eingeschaltet und gezielt auf die Arbeitsfläche oder den Tisch ausgerichtet wird.

Diese Aufteilung senkt den Energieverbrauch, schützt die nachtaktive Tierwelt und entspricht den Vorschriften. Eine gut geplante Beleuchtung setzt den Garten in Szene, ohne die Nachbarschaft zu stören.

Eine Bepflanzung, die zum Klima und Boden Ihres Gartens passt

Wer pflanzt, ohne die Bodenbeschaffenheit zu kennen, erlebt immer wieder Misserfolge, die fälschlicherweise auf mangelndes Gießen zurückgeführt werden. Lehmboden speichert Wasser und lässt die Wurzeln von Lavendel ersticken. Sandboden lässt Wasser so schnell abfließen, dass Hortensien dort bereits ab Juni leiden.

Der erste technische Schritt ist eine einfache Bodenprobe: Nehmen Sie eine Handvoll feuchte Erde und versuchen Sie, sie zu einer Wurst zu rollen. Bleibt sie in Form, ist der Boden lehmig. Zerfällt sie, ist er sandig. Liegt das Ergebnis dazwischen, handelt es sich um Schluffboden. Diese kostenlose Diagnose hilft bei der Auswahl der passenden Pflanzen.

In Gärten, die sommerlicher Trockenheit ausgesetzt sind, reduzieren Pflanzen für trockene Standorte (Zistrosen, Prachtkerzen, Federgräser) den Gießaufwand im ersten Jahr auf wenige Wassergaben. Sobald sie eingewurzelt sind, kommen sie ohne weitere Pflege aus. Ein solcher Landschaftsgarten ist pflegeleichter als ein klassischer Rasen und bietet zugleich eine klare Gestaltung sowie eine Blütezeit, die sich über mehrere Monate erstreckt.

Eine mineralische Mulchschicht (Kies, Lavagranulat) ergänzt das Konzept, indem sie die Verdunstung begrenzt und Unkrautwuchs unterdrückt. Organischer Mulch (Holzhäcksel) eignet sich besser für schattige Beete, in denen ein kühler, humusreicher Boden erwünscht ist.

Moderner minimalistischer Garten mit rechteckigem Spiegelbecken, Bambus in Reihen und glatter Betonplatte

Die Gestaltung eines Außenbereichs nach Ihren Vorstellungen erfordert technische ebenso wie ästhetische Entscheidungen. Die Regenwasserplanung für das Grundstück, die Wahl eines zur Sonneneinstrahlung passenden Terrassenmaterials, eine vorschriftsgemäße Beleuchtung und eine auf die Bodenbeschaffenheit abgestimmte Pflanzenauswahl bilden eine Grundlage, die reine Inspirationsbilder nicht bieten können. Diese Entscheidungen, die bereits im Vorfeld getroffen werden, machen den Unterschied zwischen einem langlebigen Garten und einer kurzlebigen Kulisse aus.

Gartengestaltung: Inspirierende Ideen für einen Außenbereich ganz nach Ihrem Geschmack